1.1 Zusammenfassung der Thesis

Quote Robert Hayes

John Chris Jones, einer der Wegbereiter der Designmethoden stellt in einem seiner ersten Bücher zu diesem Thema bereits fest, daß es keine allgemein gültige Art und Weise geben kann, die vorschreibt, wie man Designmethoden auszuwählen und anzuwenden hat.

„Is there any general theory, or set of prinziples, to which one can refer in selecting and combining design methods? The plain answer is ‘no’.“

John C. Jones, 1970(1)

In diesem Sinne möchte ich auch meine Arbeit verstanden wissen. Es war primär nicht das Ziel, eine neue Methode zu erfinden oder eine weitere Prozeß-Matrix zu erschaffen, sondern einen Informationsrahmen zum Thema aufzuspannen, und daraus ein variables, erweiterbares „Überblick-Tool“ für diese Informationsfülle zu entwickeln, mit dem zukünftig – je nach spezifischen Problemstellungen und Anforderungen – entsprechende Designmethoden recherchiert und selektiert werden können.

In meiner Thesis werden folglich drei Dinge bearbeitet:

  1. die theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen „Design“, „Methode“ und „Designmethode“
  2. die Erstellung einer Datenbank über Designmethoden aus verschiedenen Quellen
  3. die konzeptionelle Adaption und die spezifische Erweiterung eines bestehenden
 Datenvisualisierungs-Tools

Im theoretischen Teil der Thesis geht es zunächst um den Bezug des Themas „Designmethodik“ zum Masterschwerpunkt „Unternehmenskommunikation“. Es folgt eine Definition der relevanten Begriffe (Methode, Methodik, Methodologie, Design, Wissenschaft), wobei der Begriff „Design“ aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen (restriktiver und erweiterter Designbegriff) genauer untersucht wird. Weiter wird ein  Überblick zur historischen Entwicklung und dem aktuellen Stand von Designmethoden gegeben.

Die gesammelten und ausgewerteten Daten über diverse Designmethoden basieren im wesentlichen auf vier Quellen: 

  1. das Buch „designmethods“ von John Chris Jones, 
  2. die „IDEO Method Cards“
  3. ein Forschungsprojekt von Wolfgang Jonas, Hans Kaspar Hugentobler und Detlef Rahe 
 an der Universität Bremen
  4. Das Buch „Design – Die 100 Prinzipien für erfolgreiche Gestaltung“

In letzten Abschnitt werden die Anforderungen eines „Methoden-Tools“ analysiert, meine eigene  Datenmatrix vorgestellt, und diese in bereits bestehendes Datenvisualisierungs-Tool – dem „MedioVis“ der Arbeitsgruppe Mensch-Computer-Interaktion (AG MCI) der Universität Konstanz – implementiert (Work-A-Like). Die Oberfläche des Tools wird von mir konzeptionell grafisch an meine Anforderungen und mein Thema angepaßt (Look-A-Like). Die Realisierung der Adaption von „MedioVis“ kann aufgrund des relativ kurzen Zeitrahmens nur konzeptionell angedeutet und prototypisch umgesetzt werden.

Leave a Reply